Gestern habe ich mit meiner Mutter mein Hochzeitskleid abgeholt. Nun hängt es eingeschlossen im Gästezimmer. Ab und zu gehe ich hinein und bestaune es. Mein Kindheitswunsch, irgendwann wie eine Prinzessin zu heiraten, wird wahr. Die Zeit vergeht und schon bald ist Samstag
Ich kann es kaum mehr erwarten!
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Hier ein paar Eindrücke von der zivilischen Trauung:
(Ich möchte hier noch einen herzlichen Dank an Clivia richten, das Kleid hat perfekt gepasst!
Merci vielmal!)
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Liebe Leute
Nun schreibe ich hier meinen letzten Artikel als Frau Hari… Viel gibt es nicht zu sagen. In ein paar Stunden ziehe ich mein Kleid an und es wird standesamtlich geheiratet. Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben. Ich kann nur sagen, es ist einfach wunderbar seinen Traumprinzen zu heiraten!!
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Als mich mein Chef am vorletzten Freitag zu sich zitierte hatte ich irgendwie ein komisches Gefühl. Und als ich das Sitzungszimmer betrat sassen da meine Kollegen, alle im weissen Hemd und in der Mitte ein halber Liter Bier. Ich war überrascht und brachte keinen geraden Satz heraus. Langsam aber sicher begann ich zu realisieren dass nun mein Poltertag angebrochen war und ich mich wohl einer Reihe peinlicher Situationen stellen musste. Ich freute mich trotzdem wie ein kleines Kind. Als ich dann meine Verkleidung sah war für mich klar, der Tag würde fantastisch werden. (ich hatte schon Angst vor etwas in Richtung «Borat»). Ich durfte mich als iPhone verkleidet, auf die Jagt nach Apps machen.
App 1; Bier trinken!
Es begann also feuchtfröhlich. Ich “löste” die Aufgabe natürlich mit Bravur. Wie ich später bemerkte, war dies ein App dass man den ganzen Tag gut gebrauchen konnte.
App 2; Deejay Razziell
Ich musste im Coop in Düdingen Musik auflegen. Als mich dann noch eine Mama mit Namen “Margrit” (unglaublich dass ich das noch weiss) an die Hand nahm und mit mir irgend so einen Tanz aufführte war mein Ruf in Dündingen (und wahrscheinlich auch weiter darüber hinaus) endgültig zerstört. Ich dachte schon ans Auswandern, da beendeten meine Kollegen die Übungen zum Glück! Ziemlich peinlich! Aber in Verbindung mit App 1 war auch diese Aufgabe lösbar!
App 3; Fischen
Ein paar Liter Bier und Schnaps später fand ich mich, leicht bekleidet, in einem Gummiboot, mit einem Netz und sonst nichts bewaffnet am Schiffenensee wieder. Ich begab mich auf die Jagt nach dem gefährlichen Tanga-Hai. Ich wäre zwar um ein Haar abgesoffen, aber lustig wars allemal!
App 4; Wasser marsch!
Als wir bei Jönu Zuhause eine Pause einlegten fing doch tatsächlich der Balkon Feuer! Was für ein Zufall? Ich will Jönu wirklich nichts unterstellen, aber ich vermute langsam, der Kübel mit Benzin den er vorher durch die Wohnung schleppte, hatte möglicherweise etwas damit zu tun. Dass er dabei eine Zigi geraucht hat, hat mich vorher nicht wirklich beunruhigt… Zum Glück hatte ich das Feuerwehrmann-App geladen! So konnte ich die Grossmutter retten und das Feuer löschen! Gut, die Grossmutter musste Zähheit beweisen, aber sie hat überlebt!
App 5; Zeichnen oder so!
Wir fuhren nach Freiburg… irgendwo in die Stadt oder so… Ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern wohin! Keine Ahnung wieso, es war so nebelig… Jedenfalls hat man mir gesagt, äääh ich meine… jedenfalls musste ich Leute abzeichnen. Komischerweise war meine Pinselführung an diesem Tag etwas, na ja sagen wir mal “abstrakt”!
App 6; Rosen verteilen
Ich glaube ich habe Rosen verteilt? Oder waren es Lilien? Ich glaube mein “iphone” ist kurz vorher wegen zu häufiger Verwendung des App 1 abgestürzt. Also reboot… ich habe trotzdem keine Ahnung mehr obs Rosen waren… Weiss jemand mehr?
App 7; Natelnummern sammeln
Vielen Dank an die Person die mich an diese App erinnert hat! Ich wusste zwar nicht dass du auch dabei warst, aber danke! Du hättest aber nicht zu erwähnen brauchen dass ich diese Aufgabe nur mit Hilfe von Jönu lösen konnte…
App 8; ????
Weiss wirklich niemand mehr was wir anschliessend gemacht haben?
Vielleicht könnt ihr meine Erinnerung aufrischen? Also ich meine damit nicht meine Kollegen, die wissen sicher auch nicht mehr was danach geschehen ist… Aber vielleicht wissen ja noch ein paar unbeteiligte Passanten mehr über die Zeit nach App 8? Irgendwie war danach etwas mit einem Stier der mich angerempelt hat, ausserdem wüsste ich auch gerne wo die Beule an meinem Kopf herkam und warum Lüggu am nächsten Morgen eine 20cm Narbe auf seiner Brust hatte?!
Ich nutze gleich die Gelegenheit um meinen unglaublichen Kollegen zu danken! Vielen lieben Dank für diesen genialen Tag!
Hier noch ein paar Impressionen die mir geholfen haben diesen super Tag zu rekonstruieren:
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«Du musst dich weiss anziehen.» Das war das einzige was ich vom Samstag wusste. Meine Versuche herauszufinden, was an meinem Polterabend geschieht waren hoffnungslos… Alle hielten dicht. Isabel und Cornelia verwirrten mich die ganze Zugsfahrt nach Thun. In Spiez aussteigen / wieder einsteigen, in Thun den Wagen wechseln und dann plötzlich doch aussteigen… Ich hatte keine Ahnung. Da sah ich eine Truppe mit violetten Shirts und schwarzen Hosen. Als erstes bekam ich einen weissen Vorhang als Schleier, der meinen Kopf schmückte. Danach eine Art Missenband auf dem «Prinz Sandro küsste mich wach … ich heirate» stand. Als nächstes wurden mir die Augen verbunden und ich wurde aufs Schiff «Blüemlisalp» geführt. Dort kühlten wir uns mit einem kalten Apéro ab. Das Wetter war super und der durch das Fahren des Schiffes aufkommender Wind war herrlich. Nach einiger Zeit begaben wir uns zu Tische. Es ist nicht schwer zu raten, was ich für ein Abendessen bestellt habe. Ja genau, es war (wie immer) «Schnitzelpomfritt». Mmmmmh
Es war super! Nach dem Essen stellten mir Nadine (Schwester) und Corinne (Cousine) Fragen über Sandro. Ich müsse mindestens die Hälfte davon wissen, sonst könne ich ihn nicht heiraten
Den Test habe ich natürlich bestanden. Ich erreichte 22 von 24 Punkten und erhielt sogar noch ein super Diplom mit dem Segen der Zwei
Dann wurde mir ein Körbchen mit Äpfeln und Süssigkeiten gereicht. Darin befanden sich zusammengerollte, nummerierte Aufgabenzettelchen. Nr. 1 wurde geöffnet. Ich las vor: «Suche dir ein Ehepaar aus und bringe Sie dazu uns Ihren Heiratsantrag zu erzählen. Er muss natürlich romantisch gewesen sein…» Bevor ich richtig reagieren konnte, wurde ich ins WC verschleppt und mit verbundenen Augen umgezogen. Als ich dann in den Spiegel sah, sah ich Schneewittchen
Ich bekam ein super cooles Kostüm. Ihr seht es hier selbst… So machte ich mich auf dem Schiff auf den Weg, den romantischen Mann zu finden, der vor Jahren seine Frau auf Knien zur Heirat gebeten hatte… Dies war sehr schwer, da alle Männer gar nichts mehr sagen wollten. Apfel als Belohnung hin oder her. Doch erzählte uns dann doch noch ein älterer Mann von seinem Antrag, der aber nicht besonders romantisch gewesen sein muss… Egal, die Aufgabe hatte ich schon mal erfüllt… Wieder in Thun angekommen und festen Boden unter den Füssen, ging es mit dem Zug nach Bern. Doch es war nicht eine ruhige Fahrt für mich, nein, Aufgabe 2 wartete nähmlich schon: «Schneide sieben Männern das Boxershorts-Zetteli ab…und verkaufe für möglichst viel Geld Vodkaspritzen.» Kaum las ich zu Ende, füllte meine Schwester Isabel das Körbchen bereits mit diesen Vodkaspritzen. Doch das Beste kam erst noch… «Du musst diese Spritzen den Männern selber verabreichen…» Was wollte ich tun? Augen zu und durch. So belästigte ich alle Männer die zwischen Thun und Bern den Zug betraten. In Bern hatte ich bereits die Boxershorts-Zetteli alle zusammen. Beim Treffpunkt angekommen war Aufgabe 3 dran: «Suche einen Mann, der mit dir peinlich und ganz laut ein Lied singt…» Neeeiiiiinnnnn… So machte ich mich (immer noch als Schneewittchen) auf den Weg. Beim Loeb-Egge konnte ich einen Passanten überreden und so sangen wir laut und peinlich «alli mini Enteli» …
Nun musste ich noch das Körbli leeren. Ich verkaufte tapfer den Vodka, drehte Leuten Äpfel und Süssigkeiten an. Dies ist mir mehr oder weniger gelungen. Danach war noch etwas tanzen angesagt. Zum Abschluss liessen wir noch Flying Wish Paper’s verglühen
Es war ein super cooler Abend, den ich nicht vergessen werde. Ich möchte euch allen danken, ihr habt mir eine riesen Freude bereitet!!!
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Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich weiss nicht, wie oft ich das schon gesagt habe. Es ist komisch, ich realisiere es überhaupt nicht. Dabei sind Sandro und ich schon so bald ein Ehepaar. Ich kann euch nicht beschreiben, wie glücklich ich bin. Es gibt keine Worte dafür. Ein Traum wird wahr, mein Traum… Ich hätte nie gewagt daran zu denken, dass ich mich einmal so gut und geborgen fühlen kann. Seit Sandro an meiner Seite ist hat sich mein Leben sehr verändert. Sandro ist ein wunderbarer Mann! Er hilft mir wo es nur geht. Ich kann mich 100 %ig auf ihn verlassen. Ich kann mich selber sein und er liebt mich genau so wie ich bin. Was soll ich noch sagen – Sandro ist mein absoluter Traumprinz und ich werde schon bald zu seiner Ehefrau. Was für ein Gefühl! Es ist einfach wunderbar!!
Schatzi du bisch ds Beschtä wo mir je passiert isch, i liebä di über alles!!
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Heute möchte ich euch einen Songtext von Thomas D. präsentieren, welcher für Lilian und mich ein tiefere Bedeutung hat. Aber lest selbst, wenn ihr uns kennt dann wisst ihr was ich meine:
Denn da alle Liebenden Innerlich immer noch Kind, und da die, die reinen Herzens handeln, unsere größten Helden sind, rett ich die Welt mit Deiner Liebe in mir, denn ich bin für Dich da, nein ich bin wegen Dir hier, da Dir die Fähigkeit zu lieben geblieben ist und die Kraft zu vergeben ein Bestandteil Deines Lebens ist, wurde ich erweckt und was tief in mir schlief führt nun Feder und schreibt Dir diesen Liebesbrief.
Ich fiel Kopfüber unter Wasser etwas zog mich nach unten und ich wär wohl ertrunken, hätte ich Dich nicht gefunden. War am Boden zerstört, wie dass den meisten geht, aber Du hast mich wiederbelebt…
I liebe di Schatzi
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